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Forscher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben eine Membran entwickelt, die Wasser Schwermetalle und andere giftige oder radioaktive Substanzen entzieht. Ihre Ausgründung BluAct bedient bereits internationale Nachfrage.

Einer Mitteilung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) zufolge besteht die von ETH-Professor Raffaele Mezzenga und seinem Oberassistenten Sreenath Bolisetty entwickelte Membran aus einer auf einem Filterpapier aufgetragenen Mischung von denaturierten Molkeproteinen und Kohle. Diese höchst einfache Filterkonstruktion ist in der Lage, dem Wasser Schwermetalle und radioaktive Substanzen sowie Bakterien und Giftstoffe wie Arsen zu entziehen. Dabei kann sie  in nahezu beliebiger Grösse hergestellt werden.

Da die Membran auf grosses internationales Interesse stiess, gründeten die beiden Forscher im Mai die ETH-Ausgründung BluAct Technologies GmbH. Als Investor konnte Keith Bonnstra gewonnen werden. Inzwischen wurde die Erfindung in 90 Ländern patentrechtlich geschützt und eine erste Lieferung von Prototypmembranen in industriellem Massstab gefertigt. Die Herstellung obliegt dabei derzeit externen Partnerfirmen.  

Als erster Kunde wurde die ISL-Gruppe gewonnen, die Trinkwasserfilterflaschen für  Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser in Asien, Afrika und Lateinamerika herstellen wird. „Das ist ein rein humanitäres Projekt, das uns sehr am Herzen liegt“, erläutert Mezzenga  in der Mitteilung. Geld will BluAct dagegen mit Kunden aus der Industrie verdienen. So wird die Membran bereits von einer Firma getestet, die Atomkraftwerke dekontaminiert. Darüber hinaus steht BluAct in Verhandlungen mit einer Minengesellschaft.

Die immer engeren Wirtschaftsbeziehungen zwischen Zürich und China zeigen sich jetzt auch an einer neuen Flugverbindung. Air China fliegt nun viermal wöchentlich zwischen Peking und Zürich.

Air China weist in einer Medienmitteilung auf die immer intensiveren Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Schweiz und China hin. Im Hinblick auf den Standort Zürich werden insbesondere die Firmensitze von Grossbanken wie der UBS und Credit Suisse hervorgehoben. So wurde der erste Flug der neuen Verbindung am Mittwoch auch als Ereignis zelebriert. Air China wird künftig jeweils dienstags, mittwochs, freitags und sonntags nach Zürich und am Folgetag zurück fliegen.

Auch die „Neue Zürcher Zeitung“ hebt in einem Artikel die Standortvorteile von Zürich für die Fluglinie hervor. Für Air China habe Zürich strategische Bedeutung, wird dort General Manager Chen Ge zitiert. „Die China Construction Bank hat sich bereits hier etabliert, und die China Commercial Bank sitzt in den Startlöchern.“ Und auch für Schweizer Fluggäste rücken durch die neue Verbindung viele chinesische Städte etwas näher. Denn Air China bietet ausgehend vom Drehkreuz Peking Flüge zu mehr als 100 weiteren Zielen in China an.

Carmen Walker Späh, Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin und Stiftungsratspräsidentin der Greater Zurich Area, verweist auf die langjährigen Beziehungen zwischen Schweiz und China und das 2014 abgeschlossene Freihandelsabkommen. Die neue Flugverbindung sei eine logische Folge. Zürich sei für China einerseits als Renminbi-Hub wichtig. Zudem hätten sich bereits 20 chinesische Firmen in Zürich angesiedelt. Auch sie würden von der Nähe zu den Zürcher Hochschulen profitieren. „Zürich wird immer mehr zu einem führenden Standort für digitale Innovation, was natürlich eine gewisse Anziehungskraft auf Unternehmen ausübt“, wird Walker Späh zitiert.

Das Basler Pharmaunternehmen Novartis arbeitet beim Kampf gegen Brustkrebs mit IBM Watson Health zusammen. Die künstliche Intelligenz Watson soll bei der Datenanalyse eingesetzt werden, um geeignete Behandlungsmethoden zu identifizieren.

Die Zusammenarbeit zwischen Novartis und IBM Watson Health hat reale Patientendaten zum Inhalt, wie es in eine Medienmitteilung heisst. Watson soll die Daten analysieren, wobei sich die künstliche Intelligenz im Rahmen des maschinellen Lernens weiterentwickeln wird. Dabei ist das System in der Lage, grosse Datenmengen zu verarbeiten und komplexe Fragestellungen zu verstehen.

«Durch die Zusammenarbeit mit IBM Watson Health können wir reale Brustkrebsdaten und ein kognitives Computersystem einsetzen, um Lösungen zu finden, durch welche medizinisches Personal die am besten geeignete Behandlungsmethode auswählen kann», wird Bruno Strigini, CEO von Novartis Oncology, in der Medienmitteilung zitiert. Er weist zudem daraufhin, dass durch die Zusammenarbeit von Novartis und IBM Watson Health auch neue Arbeitsabläufe für Klinken entwickelt werden könnten, welche die Gesundheit der Patienten verbessern kann. Diese Fortschritte sollen nicht auf den Bereich von Brustkrebs beschränkt bleiben.

Anil Jain, Chief Medical Informatics Officer bei IBM Watson Health, erklärt, dass die Zusammenarbeit dazu führt, dass Patientendaten genutzt werden könnten, um Behandlungsmethoden weiter zu entwickeln. Aufgrund der weitreichenden Erfahrungen von Novartis im Bereich von Brustkrebs könnten somit neuartige Möglichkeiten entstehen, durch welche die Behandlungsmethoden verbessert werden können.

Die derzeitige Initiative zur Importsubstitution in Russland zielt darauf ab, die lokale Produktion zu modernisieren und zu erweitern. Dies schafft für Schweizer Zulieferer der relevanten Sektoren eine günstige Gelegenheit.

Die derzeitige Initiative zur Importsubstitution in Russland eröffnet für die Schweizer Zulieferer der relevanten Sektoren verschiedene Geschäftsmöglichkeiten. Das Hauptziel der russischen Behörden ist es, die lokale Produktion zu stärken. So zielt die nationale Industriepolitik darauf ab, die Herstellung von russischen Produkten zu entwickeln, die Importe ersetzen sollen («Importsubstitution»), und damit eine Zunahme der inländischen Produktion («Produktionslokalisierung») zu erreichen.

Die Werkzeugmaschinenindustrie ist einer der Sektoren im Fokus der Pläne zur Importsubstitution der russischen Regierung und die russischen Behörden haben sich sehr dafür eingesetzt, die in- und ausländischen Hersteller zu überzeugen, in die Modernisierung und Erweiterung der Produktion zu investieren. In Studien des Swiss Business Hub wurden insgesamt 13 Investitionsprojekte ermittelt, die von inländischen Unternehmen in Partnerschaft mit ausländischen Produzenten durchgeführt wurden. Diese eröffnen auch für Schweizer Zulieferer Chancen.

Um mehr zu erfahren, laden Sie sich die umfangreiche Studie herunter (auf Englisch), prüfen Sie die Investitionsprojekte auf Seite 12 und setzen Sie sich mit unseren Beratern in der Schweiz in Verbindung!

Das ETH Spin-Off Nexiot AG produziert Sensormodule im Bereich Industrial Internet of Things. Die Finanzierung von Grossaufträgen stellt das Jungunternehmen vor eine Herausforderung.

Nexiots Sensormodule sammeln Daten, die in Echtzeit ausgewertet werden. Weiter senden diese Sensoren Notifikationen oder Warnungen an entsprechende Stellen weiter. Ineffizienzen können so optimiert, die Sicherheit erhöht und neue Services für Endkunden angeboten werden. Das Schlagwort „Internet of Things (IoT)“ beschreibt die Loslösung vom Personal Computer hin zu intelligenten Objekten, die miteinander kommunizieren. Die Abwendung von theoretischen hin zu konkreten Daten steuert eine ständige Verbesserung der Prozesse an. In der Privatwirtschaft hat die Datenerhebung durch Objekte längst in den Alltag Einzug gehalten. Hingegen besteht in der Industrie noch ein enormes Potenzial für die Erhöhung der „Geschäfts-Intelligenz“. Bisherige Hürden waren der grosse Aufwand bei der Integration von Messsystemen in die bestehende Infrastruktur, hohe Kosten und die erschwerte Energiezufuhr bei mobilen Objekten.

Innovation auf höchstem Niveau

Das ETH Spin-Off Nexiot AG entwickelt Sensoren, die auf keine externen Stromquellen angewiesen sind. Sie vernetzt damit weltweit Transportmittel, wie Schiffscontainer oder Güterwaggons, die über keine eigene Stromversorgung verfügen. Die Sensoren arbeiten extrem sparsam und beziehen ihre Energie aus der Umwelt. Dabei werden Vibration, Temperaturdifferenzen und Solarenergie genutzt. Dies ermöglicht den bidirektionalen Austausch von Informationen, beispielsweise Position und Bewegung, mit dem Kontrollsystem im Fünfminutentakt über die gesamte Lebensdauer des ausgerüsteten Objektes. Zusätzlich können digitale Dokumente, wie Frachtpapiere oder Fotos, über das Gerät eingespeist oder abgerufen werden.

Herausforderung Grossauftrag

Typischerweise beginnt die Kundenzusammenarbeit mit einem Testprozess über mehrere Monate mit einer Handvoll Geräte im „Realeinsatz“. Die Ausarbeitung der Produkte und Serviceleistungen geschieht in Zusammenarbeit mit dem Kunden, bis sie seinen Anforderungen komplett entsprechen. Nexiots Lösung überzeugt: Nach eingehenden Tests entschloss sich ein deutscher Güterwaggon-Vermieter als erster in der Branche für die Ausrüstung seiner gesamten Flotte von mindestens 60’000 Waggons. Nexiot versteht sich als Dienstleister und führt von der Herstellung der Sensoren über die Implementierung in die bestehenden Systeme der Kunden bis hin zur Datenübertragung und der Optimierung der Geschäfts-Logik von Big-Data-Berechnungen durch den gesamten Prozess. Dementsprechend bezahlt der Kunde eine Servicegebühr pro Tag und ausgerüstetem Waggon. Dieses Geschäftsmodell bedingt somit die Vorfinanzierung der Geräte durch Nexiot. Aufgrund der noch sehr kurzen Präsenz auf dem Markt, war es für das Unternehmen schwierig direkt einen Kredit zu erhalten.

Die Finanzierung sichern

Als vergleichsweise junges Startup verfügte Nexiot nicht über den nötigen Leistungsausweis, um einen Bankkredit zu erhalten. Dies wurde schlussendlich erst durch die Garantie unter einer Fabrikationskreditversicherung der SERV ermöglicht. Nicht zuletzt die guten Resultate der ausgedehnten Testläufe waren für die SERV ein wichtiges Kriterium für die Deckung der Risiken.

Trotzdem wurde sowohl von der Bank wie auch von der SERV eine erhöhte Flexibilität verlangt. Im  Unterschied zu einem herkömmlichen Exportgeschäft müssen nicht nur die Herstellungskosten einer gelieferten Ware zurückbezahlt werden. Sondern auch die Serviceleistungen während der Zeitdauer des Service-Level-Agreements werden fortlaufend beglichen. So individuell wie die Lösungen der Nexiot so individuell waren auch die Finanzierungsmöglichkeiten des Projektes, welche die SERV für das Projekt gewährt. „Die SERV gab uns die Möglichkeit unser Geschäftsmodell ohne zusätzlichen Eigenkapitalbedarf für die reine Gerätefinanzierung umzusetzen. Wir sind froh, dass die SERV sich die Zeit genommen hat, eine Lösung für unsere nicht alltägliche Vertrags- und Finanzierungsstruktur zu finden“, erklärt Marcel Scheurer, Director Finance & Operations von Nexiot.

Schweizer Exporteure, Online- und Versandhändler sowie Dienstleister müssen ihren Datenschutz anpassen. Denn die neue Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) vereinheitlicht die Gesetzeslage in der EU und schafft Rechtssicherheit. Der Aufwand, um das neue Regelwerk umzusetzen ist aufwändig, die Zeit knapp.

Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU tritt am 25. Mai 2018 in Kraft und gilt in allen 27 Mitgliedsstaaten. Mit ihr gelten für die Unternehmen zusätzliche Informations- und Dokumentationspflichten. Dies ist mit Kosten verbunden. Für die Schweizer Wirtschaft liegen keine konkreten Schätzungen für die Anpassungen an das neue Recht vor. In  Deutschland geht das Statistische Bundesamt mit Kosten von 1,5 Milliarden Euro aus. Angesichts der grossen Bedeutung sollten Unternehmen bereits heute die Überprüfung ihrer Datenschutz-Governance ins Auge fassen. Dies im Hinblick darauf, dass die Schweiz mit ihrer ihrer Gesetzgebung nachziehen wird. Das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz soll im Sommer 2018 in Kraft treten.

Welche Firmen betroffen sind

Die neue DSGVO gilt für Schweizer Unternehmen auch dann, wenn sie keine Niederlassung in der EU haben. Angebote, die sich an EU-Bürger richten, oder Applikationen, die Daten von EU-Bürgern verarbeiten – dazu gehören beispielsweise auch Apps auf dem Smartphone – genügen, um unter EU-Recht zu fallen. Es spielt also auch keine Rolle, ob die Datenbearbeitung in der EU erfolgt oder in die Schweiz ausgelagert wurde. Wenn ein Unternehmen in der Schweiz mit ihrem IT-Center auch Daten für eine Tochtergesellschaft oder ein Niederlassung in der EU verarbeitet, so fällt die Bearbeitung dieser Daten unter EU-Recht.

Wichtige Neuerungen

Generell weitet die DSGVO die Rechte der Betroffenen und die Informationspflichten der Unternehmen massiv aus. Dabei geht es um alle Informationen, mit denen sich eine Person identifizieren lässt – zwischen Daten aus dem beruflichen oder privaten Leben einer Person wird nicht unterschieden. Unternehmen müssen neu Aufzeichnungen über ihre Datenverarbeitungsaktivitäten führen.
Zu den wichtigsten Regelungen der Gesetzgebung gehört das Recht auf Vergessen. Das heisst: jede Person kann die Löschung ihrer personenbezogenen Daten einfordern.
Verschärft werden auch die Anforderungen an die Einwilligung zur Datennutzung: Ein Unternehmen muss eindeutig und verständlich auf die Nutzung von Verarbeitung von Daten hinweisen. Falls jemand die Nutzung seiner Daten erlaubt, kann dieser Entscheid widerrufen werden. Nur Unternehmen, die sensible Informationen wie Gesundheitsdaten sowie genetische und biometrische Daten erfassen, müssen die Stelle eines Datenschutzbeauftragten schaffen.
Auch Schweizer Unternehmen, die sich nicht an die neuen Vorschriften halten, müssen mit Bussen rechnen. Deren Höhe kann bis zu vier Prozent des weltweit erzielten Jahresumsatzes im vorangegangenen Geschäftsjahr betragen. Auch der Vorentwurf zum revidierten Schweizer Datenschutzgesetz setzt einen Bussenrahmen fest. Dieser beträgt maximal 500 000 Franken.

Sofortmassnahmen

Zu den wichtigsten Sofortmassnahmen, um Kundendaten wirksam zu schützen, Datenlecks zu vermeiden und damit Geldstrafen oder einen Reputationsschaden hinzunehmen, gehört es, sich einen Überblick über die Personendaten zu verschaffen.

  • Bestandsaufnahme der gesammelten Personendaten. Welche Informationen wurden gespeichert? Wo befinden sich diese?
  • Klärung der Frage: Müssen wir einen Datenbeauftragten einsetzen? Die Stelle kann intern oder extern besetzt werden.
  • Strikte Verwaltung der Zugriffsrechte auf die Personendaten.
  • Professionelle und wirksame und Absicherung des Webzugriffs.

Im Zusammenhang mit der internen Verarbeitung und Sicherung von Personendaten darf die Frage nach der Cloud nicht ausser Acht gelassen werden. Tatsache ist, dass Daten in einer Cloud oftmals professioneller gesichert sind als auf jeder Festplatte oder jedem Server in einem Unternehmen.
Tatsache ist: Der Datenschutz ist Basis für das Vertrauen von Konsumenten und Geschäftspartnern und somit auch Voraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation. Mit der Einhaltung der DSGVO stellen Schweizer Unternehmen ihre wirtschaftliche Existenz in einem vernetzten Europa sicher.

Sollten Sie Fragen haben, dann kontaktieren Sie: swisssmb@microsoft.com
 

In der jüngeren Vergangenheit haben sich die sechs Mitgliedsstaaten des Golfkooperationsrates, zu dem auch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gehören, auf die Einführung eines Mehrwertsteuersystems geeinigt. Die VAE beabsichtigen, Mehrwertsteuer bereits zum 01.01.2018 zu implementieren.

Auch wenn bislang noch keine Details zu der konkreten Ausgestaltung vorliegen und die betreffenden Gesetze noch nicht veröffentlicht wurden, sind in den VAE tätige Unternehmen gut beraten, schon jetzt Vorbereitungen zu treffen, um interne Abläufe auf die Erhebung von Mehrwertsteuer zeitnah anpassen zu können. Die aktuell diskutierten Fragen:

Worauf und in welcher Höhe wird Mehrwertsteuer erhoben?

Voraussichtlich wird der Standardmehrwertsteuersatz 5% betragen und ab dem 01.01.2018 auf die meisten Waren und Dienstleistungen  anfallen. Allerdings ist zur Vermeidung größerer Kostensteigerungen beabsichtigt, einige Waren und Dienstleistungen von der Besteuerung vollständig auszunehmen. Daneben sollen einzelne Produkte und Dienstleistungen, beispielsweise aus dem Bildungssektor, mit einem reduzierten Mehrwertsteuersatz von derzeit 0% belegt werden.

Wo fällt Mehrwertsteuer an?

Mehrwertsteuer soll in allen sieben Emiraten der VAE anfallen. Derzeit noch unklar ist, ob auch Unternehmen, die in Freihandelszonen der VAE ansässig sind, Mehrwertsteuer werden erheben müssen. Im Gespräch ist, dass der Verkauf von Waren solange von der Mehrwertsteuer befreit sein könnte, wie die Waren in einer umzäunten Freihandelszone verbleiben.

Wie erfolgt die Einziehung der Mehrwertsteuer?

Als indirekte Steuer werden Unternehmen die Mehrwertsteuer für den Staat einziehen. Die eingetriebenen Steuern sollen grundsätzlich quartalsweise an die zuständigen Behörden, also entweder an das Ministry of Finance oder an die erst kürzlich ins Leben gerufene Federal Tax Authority, abzuführen sein. Allerdings werden sich Betriebe, die entsprechend registriert sind, im Wege des Vorsteuerabzugs von der Weitergabe eingezogener Mehrwertsteuer entlasten können. Zum Vorsteuerabzug soll die Lieferung solcher Waren bzw. die Erbringung solcher Dienstleistungen berechtigen, die entweder mit dem Standardmehrwertsteuersatz oder einem reduzierten Satz belegt sind.

Übersteigt die Mehrwertsteuer auf Einnahmen die Mehrwertsteuer auf Ausgaben, werden Unternehmen die Differenz an die Behörden weitergeben müssen. Verhält es sich demgegenüber so, dass die Mehrwertsteuer auf Ausgaben die

Mehrwertsteuer auf Einnahmen übersteigt, werden die zuständigen staatlichen Stellen dem Unternehmen die Differenz zu erstatten haben. Eine Erstattung dürfte allerdings voraussetzen, dass das Unternehmen seine Einnahmen und Ausgaben lückenlos nachweisen kann und registriert ist.

Welche Unternehmen müssen sich für die Mehrwertsteuer registrieren?

Es ist zu erwarten, dass sich Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als AED 367.000 registrieren müssen. Die Registrierung soll über ein Online-Portal erfolgen und drei Monate vor Beginn der Mehrwertsteuererhebung möglich sein, nach aktuellem Stand also ab Oktober 2017. Außerdem wird derzeit erwartet, dass sich Betriebe mit einem Jahresumsatz, der unter dem oben genannten Schwellenwert liegt, aber einen Betrag von AED 183.000 übersteigt, für die Mehrwertsteuer werden freiwillig registrieren können. Unternehmen mit einem noch geringeren Jahresumsatz soll die Registrierung wohl auch offenstehen – vielleicht jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Infolge der Registrierung erhält das Unternehmen eine Mehrwertsteuerregistrierungsnummer, die auf jeder Rechnung anzugeben sein wird. Daneben sind unter anderem der als Mehrwertsteuer abzuführende Betrag sowie der angewandte Mehrwertsteuersatz auf der Rechnung auszuweisen.

Wichtig ist, dass künftig nur Rechnungen beglichen werden sollten, die den gesetzlichen Anforderungen genügen, da gezahlte Mehrwertsteuer im Wege des Vorsteuerabzugs voraussichtlich nur nach Vorlage einer ordnungsgemäßen Rechnung geltend gemacht werden können.

Welche Vorbereitungen sind jetzt zu treffen?

Auch wenn Einzelheiten noch nicht verbindlich feststehen, ist es für Unternehmen schon jetzt unerlässlich, sich auf die Einführung von Mehrwertsteuer umfassend vorzubereiten.

Zunächst sollte sichergestellt werden, dass eine ordnungsgemäße Buchführung vorhanden ist. Die technische Infrastruktur sollte zudem so angepasst werden, dass sie einen tagesaktuellen Abruf der Einnahmen und Ausgaben erlaubt.

Darüber hinaus ist – unter Umständen unter Einbeziehung eines Buchhalters oder Wirtschaftsprüfers – zu überlegen, auf welche Tätigkeitsfelder des Unternehmens die Einführung der Mehrwertsteuer Auswirkungen hat und wie ein optimaler Cash Flow unter Beachtung der Pflicht zur turnusmäßigen Abführung von Mehrwertsteuer gewährleistet werden kann. Sobald die Mehrwertsteuerregistrierungsnummer vorliegt, sollte sie in Rechnungsvorlagen aufgenommen werden.

Bestehende Verträge, insbesondere solche mit einer Laufzeit über den 31.12.2017 hinaus, sowie Vertragsmuster und Allgemeine Geschäftsbedingungen sollten daraufhin überprüft werden, ob sie eine Klausel zur Mehrwertsteuer enthalten. Falls dies nicht der Fall ist, wären die Unterlagen rechtzeitig anzupassen.

Wo können Sie sich über aktuelle Entwicklungen zur Mehrwertsteuer informieren?

Nähere Informationen zur Einführung der Mehrwertsteuer stellt das Ministry of Finance auf seiner Internetseite zur Verfügung.

Außerdem veranstaltet das Ministerium im Rahmen seiner Informationskampagne in regelmäßigen Abständen Seminare für Unternehmen.

 

Stand: Mai 2017

Die Informationen in diesem Artikel wurden sorgfältig überprüft. Eine Haftung jeglicher Art, insbesondere für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität, ist indes ausgeschlossen. Eine Prüfung des Einzelfalls ersetzen die gegebenen Informationen nicht.

 

 

Präferenzveranlagungen sind inzwischen auch für Sendungen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten möglich, aber noch nicht für Sendungen aus Katar und Kuwait.

Das Freihandelsabkommen zwischen den EFTA- und GCC-Staaten ist am 1. Juli 2014 in Kraft getreten, wobei die GCC-Staaten erst seit dem 1. Juli 2015 Ursprungszeug- nisse ausstellen. Zudem war aufgrund fehlenden bzw. mangelhaften Notifikationen eine Präferenzveranlagung bis anhin nur für Sendungen aus Bahrain, Oman und Saudi Arabien möglich.

1. Präferenzveranlagung für Sendungen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten

Im Anschluss an den 2. Unterausschuss für Zoll- und Ursprungsfragen haben nun auch die Vereinigten Arabischen Emirate eine vollständige Notifikation eingereicht, so dass die Präferenzveranlagung ab sofort auch für Sendungen aus diesem Land möglich ist. Selbst- verständlich sind die entsprechenden Bestimmungen des Freihandelsabkommens einzuhalten, insbesondere muss ein formell gültiger Ursprungsnachweis vorliegen (vorläufig nur ein Ursprungszeugnis, siehe Merkblatt zur Bestimmung der formellen Gültigkeit von Präferenznachweisen).

2. Erledigung der provisorischen Veranlagungen in der Schweiz

Hängige provisorische Veranlagungen für Sendungen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten im Rahmen des Freihandelsabkommens können zum Präferenzansatz erledigt werden, wenn der zuständigen Zollstelle der EZV ein in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgestelltes und formell gültiges Ursprungszeugnis vorgelegt wird. Es können auch Ursprungszeugnisse verwendet werden, die vor der Notifikation, gegebenenfalls vor der provisorischen Veranlagung, ausgestellt wurden. Die Erledigung erfolgt nach den allgemeinen Bestimmungen.

3. Sendungen aus Katar und Kuwait

Eine Präferenzveranlagung bleibt für Sendungen aus Katar und Kuwait bis auf weiteres nicht möglich, auch bei Vorliegen eines allfälligen Ursprungszeugnisses. Solche Sendun- gen können provisorisch veranlagt werden (siehe Zirkular Freihandelsabkommen EFTA- GCC – Provisorische Veranlagung bei der Einfuhr).

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